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Mann sein mit Würde

6 Männer von uns haben sich aufgemacht, um den von der Chrischona Schweiz organisierten Männertag in der Arche Winterthur zu besuchen. Die Referenten Christian Haslebacher (Regionalleiter Chrischona Schweiz) und Martin Bühlmann (Leiter Vineyard Schweiz) führten uns aus zwei Blickwinkel an die Thematik der Würde heran. Einerseits wurde daran erinnert, dass wir eine von Gott gegebene Würde haben. Gott sieht in uns Männer etwas Würdevolles, ja ER ist es, der uns Würde verleiht und durch IHN sind wir auch was wir sind: Seine Ebenbilder und Söhne des himmlischen Königs. Am Vergleich eines Bildes einer völlig verwahrlosten und von einer Naturkatastrophe zugesetzten Katze, zeigt uns einer der Referenten, wie er sich teils selbst fühlte. Und dem Gegenüber stellte er das Bild eines Löwenjungen, mit welchem er uns zu verstehen gab, wie Gott uns in seinen Augen sieht.

Ein grosses Problem vieler Männer ist, dass sie unter ihrer Würde leben. Dies kann sich ganz unterschiedlich zeigen. Zwei Dinge sind häufiges Fehlverhalten, die bei uns Männer festzustellen sind. Einerseits leben wir unter unserer Würde, wenn wir unser Mann-sein von unserer Leistung abhängig machen. So nach dem Motto: Ein Mann arbeitet eben viel, er versorgt seine Familie, damit er ihr alles bieten kann. Ein Mann leistungarbeitet am besten mehr als alle andere Männer, um noch mehr Mann zu sein. Gleichzeitig würdigt er andere Männer auch, in dem er ihre beachtliche Leistungen und die viele Überstunden als Ausdruck eines richtigen Mannes versteht, der eben richtig zupackt und um die Sprache der Bibel zu benutzen "im Schweisse seines Angesichts arbeitet". Ein Arbeitstier scheint längst nicht immer negativ zu sein unter Männer. Nur, niemals hat Gott unsere Würde von unserer menschlichen Leistung abhängig gemacht. Selbst wenn dieses Denken auch vor unserem Glaubensalltag und unserem Dienst im Reich Gottes nicht halt macht. "Ich leiste, also bin ich." Nein!! Ich bin was ich bin, ein Mann Gottes, der in der von Gott gegebenen Würde als Mann lebt und seine Verantwortung wahrnimmt, "ein Mann nach dem Herzen workaholicGottes zu sein". Da gehört auch das Ruhen dazu, dem Ausspannen in Gottes Armen, das Dasein für die Familie etc. Wir Männer sind würdig, weil Gott uns würdig macht. Als Mann bin ich Freund Gottes, Sohn Gottes, Heiliger, Teilhaber Jesu, von Herzen geliebt, bewohnt vom Heiligen Geist u.v.m. Meine Würde ist Gott-gegeben. Doch wenn ich meine Würde von andern Dingen wie der Leistung abhängig mache, lebe ich unter meiner Würde.

Ein weiterer Aspekt als Mann unter seiner Würde zu leben ist, sich im sexuellen Bereich ausserhalb des Gott gegebenen Rahmens zu bewegen. Sei es durch den Konsum von Pornografie oder sexuellen Verfehlungen aller Art. Wir entwürdigen uns selber, wenn wir den Rahmen der Sexualität (in der Ehe) verlassen und uns andersweitig befriedigen oder in Zwänge und Abhängigkeiten hineinbegeben.

Gott achtet uns hoch...er sieht mich mit anderen Augen, als ich mich selbst sehe.

Die andere Seite, die von einem der beiden Referenten angesprochen wurde, ist die Lebensweise eines Mannes, wie er mit anderen Männern und Menschen umgeht. Im Prinzip betrifft das genauso die Frauen. Denn es geht um einen Lebensstil, in welchem wir andere Menschen mit Würde behandeln, auch wenn sie unter ihrer Würde leben. Wie schnell gerät man in diesen Strudel, andere Menschen entsprechend ihrem Verhalten zu verurteilen und zu behandeln. Was wäre, wenn ich anderen Menschen genau diese Würde vermittle, von welcher ich kroneweiss, dass auch Gott sie mir gegeben hat? Welche Auswirkungen hat das auf mein Umfeld und auch auf mich, wenn ich mich dafür bemühe, Menschen mit den Augen Gottes zu sehen und sie entsprechend behandle?

Ich hoffe es gelingt uns mit dieser Würde zu leben und anderen inderselben zu begegnen.

Hier erscheinen in naher Zukunft Beiträge zu Schwerpunktthemen und Publikationen rund um den Glaubensalltag.